PROSA

Textauszüge

 

... Im hellen Dunst nehme ich den Hauch meines Atems wahr! Das Licht drängt in unerbittlichem Wettstreit mit dem Dunkel in den entstehenden Tag ...

Es sind ruhige Augenblicke - jetzt. Die mattroten Zwischentöne der Morgendämmerung lösen sich in blaufahlen Schlieren auf.  Der Wald liegt in flockigem Weiß verhüllt vor meinen Augen und schweigt, vergessen, dass späte Herbststürme ihn brausend und widrig gedemütigt hatten. Es besteht die Gewissheit: Heute wird ein traumhaft schöner Tag!

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... Ein kleines schön gedrehtes welkes Blatt erregt meine Aufmerksamkeit, es fasst meinen Blick und verstärkt meine empfundene Ruhe. Ich nehme in ihm nicht nur Verwelken und Absterben wahr ...

Nein, ich weiß, an der Stelle, an der das Blatt vom Zweig brach, wächst im Frühling neues Leben, kraftvoll und zur Sonne strebend! Auf einmal bekommt mein Nachdenken eine neue Orientierung, eine optimistische, eine zuwartende und zielsichere - in meinem Wissen und meiner Überzeugung im sinngebenden Rhythmus der Natur.

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